Aktuelles aus dem Ortsverband Mering


Senioren-Union trifft CSU-Chefs: Nahversorgung und Verkehrspolitik als wichtige Schnittpunkte
CSUler im südlichen Landkreis tauschen sich in einer Gesprächsrunde über Senioren- und allgemeine Kommunalpolitik aus

Mering. Ganz neue Wege geht die CSU-Senioren-Union Mering und Umgebung in Sachen Informationsaustausch im Landkreissüden. In einem ersten Treffen in der 11-jährigen Geschichte der CSU-Senioren diskutierten die CSU-Vorsitzenden Florian A. Mayer (Mering), Reinhard Gürtner (Kissing), Helmut Luichtl (Merching), Brigitte Helfer (Ried) und Georg Herrmann (Steindorf/Schmiechen) mit den CSU-Senioren um ihren Vorsitzenden Winfried Mayer über aktuelle Themen der Seniorenpolitik und über allgemeine politische Themen. Die fünf Ortsvorsitzenden vertreten über ein Viertel der Landkreisbevölkerung in der wohl wichtigsten Wachstumsregion des Landkreises. Nach einer Begrüßung durch SEN-Vorsitzenden Winfried Mayer schilderten die fünf Vorsitzenden die Situationen der einzelnen Gemeinden in der Seniorenpolitik, die aufgrund der Gemeindegrößen von unter 1000 bis fast 15.000 Einwohner kaum unterschiedlicher sein könnten. Gerade bei der Betreuung von Senioren, aber auch in der ärztlichen Versorgung zeigten sich deutliche Unterschiede in den Situationen vor Ort. Gerade die kleineren Kommunen wie Ried haben schon bei der Hausarztversorgung erhebliche Schwierigkeiten. Brigitte Helfer sah als einen Grund auch die räumliche Nähe zur Marktgemeinde Mering. Nicht einmal von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Praxisräume konnten bisher einen Hausarzt in die Gemeinde locken. Durch ein Programm der Bayerischen Staatsregierung erhofft man sich jedoch in den nächsten Jahren Besserung. In der Marktgemeinde Mering hingegen habe man neben einem guten Hausarztangebot auch zahlreiche Spezialisten und gute Fachärzte im Gesundheitszentrum direkt vor Ort. Als einen Standortvorteil bezeichnete Merings Zweiter Bürgermeister Florian A. Mayer auch die Entscheidung des Marktgemeinderates die Nahversorgung durch Apotheken nur im Ortszentrum zuzulassen.
Als weitere Nachteile in den kleinen Kommunen gilt die mangelnde Ausstattung mit Bankfilialen im ländlichen Raum, insgesamt weniger Geschäften für nicht mobile Personen sowie die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Positiv hervorzuheben ist jedoch gerade in kleinen Gemeinden die Nachbarschaftshilfe. Eine weitere positive Entwicklung des Bürgernetzes über Mering hinaus ist längerfristig für weitere kleine Gemeinden zu empfehlen. Auch ist eine intensivere Zusammenarbeit der einzelnen Gemeinden z.B. durch eine finanzielle Unterstützung im Rahmen eines Bürgerbusses zu bestimmten Zeiten überlegenswert.
Bei der Kommunalpolitik wird derzeit als wichtigstes Thema die sog. „Westumfahrung von Kissing und Mering St. Afra“ gesehen. Eine klare Mehrheit sieht hier den zweispurigen Ausbau als klare Abgrenzung zu einem autobahnähnlichen Ausbau als sinnvoll an. Dabei wollen die Bürger des südlichen Landkreises nicht die Sündenböcke der Augsburger Straßenbaupolitik sein. Eine Verlängerung der geplanten Neubaustrecke nach Süden an Unterbergen vorbei -die sog. Ullrich-Variante- lehnen alle CSU-Vorsitzenden geschlossen ab. Ziele sollen auch ein möglichst flächensparender Bau und die Erhaltung des Naherholungsgebietes sein. Am 22. Juli informiert der CSU-Ortsverband Mering und die Siedlergemeinschaft Mering-St. Afra mit ihren Vorsitzenden Florian A. Mayer und Hermann Wolf zusammen mit Bundestagsabgeordnetem Hansjörg Durz über den aktuellen Sachstand und das weitere Vorgehen. Ergänzend wurde auch eine weitere Zusammenarbeit bzgl. der Staatsstraße Odelzhausen-Mering angesprochen. Hier wird befürchtet, dass diese Strecke durch die Verkehrszunahme künftig noch stärker genutzt und somit in Mering ein bereits vorhandener Engpass weiter verschärft wird. Eine Entlastung Merings durch eine Ortsumgehung erscheint hier längerfristig ebenfalls sinnvoll. Angestrebt wird hier eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ried im Rahmen derer geplanten Ortsumfahrung. Dass man gemeinsam Lösungen finden und erfolgreich umsetzen kann, darin waren sich Reinhard Gürtner und sein Meringer Kollege Florian A. Mayer einig, denn das habe man erst kürzlich bei der Ansiedlung des Meringer Gymnasiums und der Neuordnung der Schullandschaft im Landkreissüden gezeigt. Der Austausch zwischen den Ortsverbänden war ein voller Erfolg und soll nun möglichst regelmäßig fortgeführt werden.

CSU Ortsvorsitzende südlicher Landkreis FDB



Hanns-Seidel-Stiftung informiert die Senioren Union Mering über das Verhältnis Israel – Palästina

Der Ortsvorsitzende der CSU Senioren Winfried Mayer konnte ca. 25 Gäste in der Waldgaststätte Friedenau zu diesem seit langer Zeit brisanten Thema begrüßen, darunter auch den 1. Bürgermeister von Mering, Hans-Dieter Kandler.

Der Referent, Dr. Rudolf Sussmann, kennt Israel und die palästinensischen Gebiete seit mehr als 30 Jahren und hat dort für die Hanns-Seidel-Stiftung jahrelang als Projektleiter gearbeitet.

Im Mittelpunkt des jahrzehntelangen Konflikts stehen nicht, wie man vermuten würde, die religiösen Unterschiede, sondern der Kampf um die wichtigen Ressourcen Wasser und neuerdings Gas und Öl,  das dort vor der Küste von Israel gefunden wurde. Daneben spielt noch die internationale Aufmerksamkeit sowie territoriale Ansprüche eine wesentliche Rolle. Auch die Beziehung der USA zu Israel ist traditionell eher problematisch und nicht so eindeutig „Pro Israel“ wie es oft scheint.

Herr Dr. Sussmann verstand es diese Problemfelder in seinem Vortrag zu veranschaulichen, und anhand zahlreicher Details und Zahlen wurde dem Zuhörer klar, dass eine Befriedung der Beziehungen Israel – Palästina in den nächsten Jahren nicht zu erwarten und vielleicht auch nicht gewollt ist.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich dem Vortrag an und auch der 1. Bürgermeister konnte für den bevorstehenden Besuch einer Meringer Delegation in der israelischen Stadt Karmiel zwecks Aufnahme einer Städtefreundschaft wertvolle Informationen sammeln.

HSS Israel-Palästina

Im Bild von links nach rechts: Hans Joas Seminarleiter bei der Hanns-Seidel-Stiftung, Winfried Mayer Ortsvorsitzender Mering der Senioren Union der CSU und Dr. Rudolf Sussmann, Referent der Hanns-Seidel-Stiftung.


Seniorenunion auch in 2014 erfolgreich

Wahlen - Winfried Mayer seit Gründung zum sechsten Mal im Amt bestätigt  

Nach seiner Begrüßung gab Winfried Mayer einen Bericht über das vergangene Jahr ab. Er nannte u.a. die Veranstaltungen über Computersicherheit und den Zivilcourage-Kurs bei der Kripo in Augsburg, aber auch über die Besuche der Psychischen Tagesstätte in Mering und den Besuch mit Gespräch bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde in München-Pasing. Zwei besondere Höhepunkte waren die gemeinsame Veranstaltung mit der CSU, der FU, der JU und dem Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz zum Thema „1 Jahr Große Koalition“ sowie die vor kurzem stattgefundene 10-Jahr-Feier mit Dr. Thomas Goppel, MdL. Aber auch die gute Zusammenarbeit sowohl mit dem Kreisverband als auch den anderen Ortsverbänden sprach Mayer an. Hier waren besonders hervorzuheben die Italien- und Pfalzfahrt, die Sternfahrt nach Inchenhofen, der Seniorentag und die Gespräche mit verschiedenen Abgeordneten zu Fachthemen wie z.B. Pflege, Europa u.a.

Die anschließende Neuwahl unter dem Wahlleiter  und CSU-Vorsitzenden Florian A. Mayer brachte folgendes Ergebnis: Bestätigt wurden neben dem Vorsitzenden Mayer seine zwei Stellvertreter Paul Dosch und Josef Weishaupt, die Schatzmeisterin Rosina Treubert sowie der Schriftführer Johann Karl. Als zweite Schriftführerin wurde neu gewählt Eva-Maria Schilling. Als Beisitzer wurden gewählt: Birgitta Braatz, Rudolf Guha, Gudrun und Manfred Kafurke wie bisher, Heinrich Zimmer (vorher Schriftführer) sowie neu Erna Bramberger und Stefan Beyer. Als Kassenprüfer bestätigt wurden die beiden früheren Gemeinderäte Ludwig Huber und Georg Schneider.

Geehrt wurde noch die ausscheidende Stellvertreterin Karin Weigl, die seit Beginn mit viel Engagement am Aufbau mitgewirkt hat, mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein. Auch die beiden Mitglieder Maria Kienle und Georg Schneider wurden wegen Abwesenheit bei der 10-Jahr-Feier noch mit einer Dankesurkunde und einer Anstecknadel für ihre Treue ebenfalls geehrt.

In den kommenden Monaten sind folgende Veranstaltungen eingeplant: Am Freitag, 17. April, Senioren-Union trifft Junge Union in Adelzhausen; Donnerstag, 23. April, Palästina und Israel mit der Hanns-Seidel-Stiftung; 18.-21.Mai, Wienfahrt; Dienstag, 02. Juni, Klausurtagung in St. Ottilien mit Dr. Thomas Goppel; Freitag, 05. Juni, Spargelessen in Wulfertshausen; Besuch Flugwerft in Unterschleißheim, eine Wanderung bei Friedberg, Besuch des Buddhismus-Zentrums in Augsburg sowie eine Adventsfeier. Jeden zweiten Dienstag im Monat findet ab 15.00 Uhr ein Stammtisch im Cafe Schwab statt.

Kontakt - Für Näheres zu den Veranstaltungen oder zu einer Mitgliedschaft wenden sich Interessenten an Winfried Mayer unter der Telefonnummer 08233/4535 oder unter E-Mail: winfried.mayer@gmx.net              

Vorstand 2015


Ein Jahrzehnt CSU-Senioren in Mering und Umgebung
Ex-Staatsminister Dr. Thomas Goppel würdigt in seiner Festrede langjährige Arbeit des größten schwäbischen Ortsverbandes

 Mering(fmay). Bei einschneidenden Themen der Zukunft mitgestalten will die Senioren-Union, wie es Festredner Dr. Thomas Goppel,  Staatsminister a.D. beim zehnjährigen Jubiläum des Meringer Ortsverbandes ausdrückte. Der größte schwäbische Ortsverband wurde am 25. Februar 2005 gegründet und feierte vergangene Woche Jubiläum. Dazu konnte Vorsitzender Winfried Mayer mehr als 100 Gäste im rappelvollen Saal des Merchinger Landgasthaus Aumiller begrüßen. Dabei seien zehn Jahre für uns Senioren schon eine lange Zeit, freute sich Mayer über das große Interesse.  

Als lebendigen Ortsverband bezeichnete deshalb CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer den Ortsverband, der getreu dem Motto des CSU-Arbeitskreises „Erfahrung gestaltet Zukunft“ beweise, dass der Begriff Senioren für Lebenserfahrung stünde. Florian A. Mayer schilderte anschließend aufgrund seiner persönlichen Beziehung zu seinem Vater Winfried, der die Ortsgruppe als Gründungsvorsitzender 2005 zusammen mit dem damaligen Kreisvorsitzenden Wilhelm Schwartz aufgebaut hatte, wie er dieses Jahrzehnt hautnah miterlebt hatte. Alleine die Tatsache, dass beim Festakt die Vorsitzenden aller politischen Ebenen bis hin zum Landesvorsitzenden anwesend seien zeige wie außergewöhnlich gute Arbeit der Ortsverband Mering und Umgebung leiste. Derzeit umfasst die CSU-Arbeitsgemeinschaft 115 Mitglieder, seit Gründung seien bereits 15 Mitglieder verstorben, wie Winfried Mayer in einem kurzem Rückblick anschaulich schilderte. Vorbildlich sei hier vor allem auch die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg, wie es auch der Kissinger Ortsvorsitzende Reinhard Gürtner in seinem Grußwort ausdrückte. Daneben seien auch die Gemeinden Ried, Merching, Schmiechen und Steindorf Teil dieser Gemeinschaft.  

Den Stellenwert der Arbeitsgemeinschaft untermauerte auch der stellvertretende Landrat Manfred Losinger. Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft leiste die ehrenamtliche Arbeit einen unabdingbaren Anteil zu einer funktionierenden Gesellschaft im Wittelsbacher Land. In seiner anschließenden Festrede ging der SEN-Landesvorsitzende Dr. Thomas Goppel auf die Deutsche Einheit, die Ganztagsschulen, die Pflegekammer sowie das Internet und die weltweite Außenpolitik ein. Dabei ermutigte Bayerns langjährigster Abgeordneter immer wieder dazu sich einzumischen und die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten. Am Beispiel der gesetzlichen Renten forderte er Alt und Jung auf sich gemeinsam für Veränderungen einzusetzen. „Ich will, dass wir die notwendigen Weichen stellen, solange dies noch ohne erhebliche Folgen möglich ist“, so Goppel.

 Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Duo Olga Mayer (Geige) und dem Meringer Kulturbeauftragten Wolfgang Löscher (Piano). Nach Kaffee und Kuchen ehrten Winfried Mayer, Thomas Goppel, Manfred Losinger und Florian A. Mayer die Gründungsmitglieder in Orts- und Kreisverband für zehn- bzw. 15-jährige Mitgliedschaft mit Urkunden und Ehrennadeln der Senioren-Union: Bader Maria, Baumüller Thea, Beisel Norbert, Bode Barbara, Brunner Karl-Heinz, Drexel Franz-Josef, Führer Wilhelmine, Guha Rudolf, Herrmann Anna, Huber Ludwig, Kafurke Gudrun, Kafurke Manfred, Kienle Maria, Kratzer Ellen, Kretschmer Maria, Krieger, Dr. Ursula, Lauchner Ingeborg, Löscher Wolfgang, Maier Helga, Mayer Winfried, Müller Josef, Neumeier Peter, Pimpl Ursula, Scheuermeyer Adelheid, Scheuermeyer Günter, Schneider Georg, Schwartz Wilhelm, Sommer Gertrud, Sumperl Stefan, Weigl Karin, Ziegler Irmgard, Zimmer Heinrich. SEN-Kreisvorsitzender und die stellv. Ortsvorsitzende Karin Weigl dankten anschließend dem Gründungsvorsitzenden Winfried Mayer für seine langjährigen Verdienste mit einem Buch zur finanzpolitischen Lage und einer Flasche Wein. Bild (fmay, von links): SEN-Landesvorsitzender Dr. Thomas Goppel, stellv. Landrat Manfred Losinger, SEN-Kreisvorsitzender Paul Dosch und CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer ehren den Gründungsvorsitzenden der Senioren-Union Mering Winfried Mayer (2. von rechts) für seine langjährige Aufbauarbeit.

10 Jahre SEN in Mering


Besichtigung einer Moschee 

Eine Gruppe der Meringer Senioren-Union besuchte am 17. November 2014 die Haci-Bayram-Moschee in München-Pasing. Der Dichter Haci Bayram lebte von 1352 bis 1430 und stand dem Sufismus sehr nahe. Er nahm in der Türkei sehr viel Einfluss im sozialen und kulturellen Bereich; er gründete auch den Bayramiye-Orden und verteidigte den Glauben, dass Gott in den Herzen der Menschen in Erscheinung tritt.

Zu Beginn unserer Führung hatte unsere Gruppe das Glück, dass wir in der Moschee einer Gebetsstunde beiwohnen konnten. Dabei durften wir als Gäste sitzen (die Frauen auch ohne Kopftuch) und den Verlauf beobachten. Einer der beiden anwesenden Imame, die derzeit noch in der Türkei ausgebildet werden, übernahm die Aufgabe des Muezzin in arabischer Sprache. Diese Prozedur erfolgt 5mal am Tage und wird überwiegend von gläubigen Männern besucht.

In einer sehr anregenden Gesprächsrunde wurden von unseren Senioren viele Fragen gestellt und diese auch ausführlich beantwortet. Der Islam als Religion und auch der Koran haben klare und friedliche Regeln, die nicht nur die islamischen Bürger, sondern auch die Christen und Juden als friedvolle Menschen beachten und entsprechend behandeln, so unser Gesprächspartner (Gott ist auch Allah und liebt alle Menschen gleichermaßen). Andere Islamgruppen legen den Koran nach ihren Vorstellungen anders aus und kommen dadurch vom rechten Weg ab, so z.B. die IS, die auch von den rund 300 Mitgliedern dieser Türkisch-islamischen Gemeinde abgelehnt wird.

Der Besuch endete bei einem Glas türkischen Tees und kann als gelungene Informationsveranstaltung betrachtet werden.

Vor der Heimfahrt ließ unsere Senioren-Runde die angenehmen und informativen 2 Stunden noch bei einer gemütlichen Runde ausklingen.


Ein Leben im Wechsel zwischen zwei Welten
Bundestagsneuling Hansjörg Durz spricht bei gemeinsamer Veranstaltung der Meringer CSU-Arbeitsgemeinschaften

MdB Durz in Mering
Bild (fmay) CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer (2. von links) sowie (v.l.n.r.) die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften
Erna Bramberger (FU), Winfried Mayer (SEN) und Martin Ruder (JU) mit Hansjörg Durz, MdB (Mitte)


Mering(fmay). 14 Tage Berlin, dann 14 Tage Wahlkreis. Nicht nur räumlich, sondern vor allem fachlich seien das zwei Welten, so Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz. In Berlin arbeitet man vor allem als Fachpolitiker seiner Ausschüsse, im Wahlkreis soll man zu allen Themen irgendwie Stellung nehmen . Dies tat Durz auch, als er ein Jahr nach der Bundestagswahl auf Einladung von CSU-Ortsvorsitzendem Florian A. Mayer und der Arbeitsgemeinschaften der Senioren-, der Frauen- und der Jungen-Union wieder in Mering Rede und Antwort stand.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte SEN-Chef Winfried Mayer, der auch die Terminkoordination übernahm. Eingeladen hatten aber daneben auch Erna Bramberger (FU) und Martin Ruder (JU), denn Bundestagsabgeordneter Durz ist für einen Wahlkreis von rund 300.000 Menschen zuständig und dementsprechend gefragt. Dazu kommt, so Durz, dass ich als Bürgermeister einer kleinen Stadt immer vor Ort war, als Abgeordneter aber zwischen Berlin und Augsburg pendle. Angekommen und zufrieden mit seiner neuen Aufgabe sei er eigentlich erst seit diesem Jahr, seitdem der parlamentarische Alltag für ihn so richtig begonnen habe. Durz arbeitet seitdem im Wirtschaftsausschuss und im Ausschuss für Digitalisierung mit. Er verwies in seinem Bericht auf den Erfolg der CSU im Rahmen der Koalitionsgespräche. Von den großen Eckpunkten habe man die Mütterrente, sowie das Versprechen keine neuen Schulden zu machen bereits im kommenden Jahr erreicht. Auch gebe es keine Steuererhöhungen und bei der Pflegereform sei man auf einem guten Weg. Alle diese Themen würden jedoch von der Mautdebatte überlagert, zu der man auch eine Lösung finden werde, so Durz. Seit der Nachkriegszeit habe keine Regierung deshalb so stabile Umfragewerte wie diese große Koalition. Auf Nachfrage von Merings CSU-Ortsvorsitzenden Florian A. Mayer zeigte sich Durz trotzdem für die Zukunft für alternative Koalitionspartner offen. Vor allem jedoch müsse man die inhaltliche Diskussion zu aktuellen Themen Ernst nehmen.

Als persönlichen Erfolg bezeichnete Durz den anstehenden vierstreifigen Ausbau der B300. Trotz des knappen Verkehrshaushaltes sei an diesem Gefahrenpunkt auf Höhe des Gallenbacher Berges zwischen Aichach und Dasing der Spatenstich bereits für Oktober dieses Jahres vorgesehen.

Grundsätzlich habe man in der Bundespolitik nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten wie als Bürgermeister vor Ort, doch hätten die eigenen Entscheidungen auch eine andere Dimension als in der Kommunalpolitik. Als Beispiele nannte er die Entscheidung über Waffenlieferungen in den Irak bzw. die Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, mit denen er im Wirtschaftsausschuss direkt tangiert sei. Dabei verwies Durz darauf, dass rund 50 Prozent des russischen Haushaltes durch den Öl- und Gasexport finanziert sei.

In der anschließenden Diskussion bewegte die Menschen vor allem das Thema Asylbewerber. Weltweit seien 2014 51 Million Menschen auf der Flucht, davon kämen rund 200.000 Asylbewerber nach Deutschland. Durz plädierte dafür, dass man von politischer Seite helfen müsse diese Konflikte in den betroffenen Ländern vor Ort zu lösen.

 


 

Zivilcourage

Am 30. Juli wollten die Senioren auch mal einen Zivilcourage-Kurs machen. Denn es ist nie zu spät, wenn es um die eigene Sicherheit geht, etwas dazu zu lernen. Also bildeten die Interessierten Fahrgemeinschaften und fuhren zur Kriminalpolizei nach Augsburg-Göggingen. Christine Bitter, die uns im April schon viel über das Thema „PC-Sicherheit“ beibrachte, empfing uns mit ihrem Kollegen Herrn Klaiber. In wirklich sehr interessanter und abwechslungsreicher Form wurde den Beteiligten nicht nur vielerlei erzählt, sondern auch praktisch unter Einbeziehung der Teilnehmer einiges beigebracht. Dabei sind die wichtigsten Regeln :

- Helfen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
- Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auffordern
- Genau beobachten und Tätermerkmale einprägen
- Hilfe unter Notruf 110 organisieren
- Sich um die Opfer kümmern
- Als Zeuge zur Verfügung stellen  

Sehr empfehlenswert für Personen jeden Alters.


Am 20. Juni fand die erste Wanderung einer kleinen Gruppe der SEN-Senioren statt. Das Ziel war die Königsbrunner Heide. Trotz leichten Regens am frühen Morgen klarte es von Stunde zu Stunde mehr auf und zu Beginn unseres Rundweges kam sogar die Sonne durch; das Wetter meinte es also gut mit den Naturfreunden. Laut Fachleuten ist Ende Juni / Anfang Juli auch die beste Zeit, um der Heide einen Besuch abzustatten. Bei der wirklich leichten Wanderung über ca. 6,5 km und nur minimalen Höhenunterschieden sahen wir nicht nur eine wunderbare Natur, sondern auch die Przewalski-Pferde die letzte Wildpferdart, die vom russischen Expeditionsreisenden Nikolai M. Przewalski aus Zentralasien hierher gebracht wurden. Zum Abschluss dieses Nachmittags begaben sich dann noch einige der Gruppe zum Andechser, um bei einer Brotzeit und einem Glas Bier die angenehme gemeinsame Atmosphäre in Ruhe ausklingen zu lassen. Eine Wiederholung eines solchen Nachmittags wird für diesen Herbst nochmal eingeplant; ähnliche Touren sind bereits vorbereitet.


Anfang Juni traf sich eine Gruppe Interessierter am Meringer Marktplatz vor der Psychischen Tagesstätte. Nach einer Führung durch die Räume und diversen Erklärungen der Leiterin Carina Gebele saßen die Teilnehmer sowohl mit der Gastgeberin als auch mit der Bezirksrätin Sisi Veit bei Kaffee und selbst gemachtem Kuchen. Eine rege Diskussion um die Bedeutung sozialer Einrichtungen des Bezirkes Schwaben und deren Sinn rundete den Nachmittag im wahrsten Sinne des Wortes sehr positiv ab.